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Forum: Leder selber Gerben / Heimgerbung RSS
Lufttrockenkonservierung und Weiche
Frage zu Artikel auf Lederpedia

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2009-08-09, 22:43 by Stefan Banaszak
Subject: Registrierung auch für Mitglieder der Ledertechnologie notwendig!
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2009-05-07, 20:41 by Stefan Banaszak
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Nappalan
Hartung #1
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Subject: Lufttrockenkonservierung und Weiche
Hallo!

Auf Lederpedia habe ich zwei hervorragende Artikel über Lufttrockenkonservierung und Weiche gefunden. Sehr erstaunt war ich über die lange Weiche (5-10 Tage) von lufttrockenkonservierten von Ziegenfellen.

Das erklärt vermutlich aber auch, weshalb lufttrockenkonservierte Häute von Rothirschen, Narben abgestoßen, auch nach drei Tagen noch nicht wieder richtig weich sind.

Meine Frage daher: Wie lange sollte ich Rothirschhäute wässern und welche Weichhilfsmittel könnte ich gegebenenfalls auf Heimgerberbasis verwenden?

Vielen Dank! 

PS: Die Häute werden anschließend gefettet und geräuchert.
Hartung #2
Member since Oct 2009 · 53 posts
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Ach, ja, vergessen. Meine Häute werden im Rahmen bei Raumtemperatur getrocknet.

[Image: http://img.photobucket.com/albums/v245/Hartung/Trocknung.jpg]
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Stefan Banaszak (Administrator) #3
User title: Moderator
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Mit etwas Soda 0,1 g/l  bei 750 bis 1000 % Wasser und ca. 0,5 g/l Spülmittel mit anionischen oder nichtionogen Tensiden wirkt wunder und lässt den Schmutz aufschwimmen. Soda ist eine super Schmutzaufschwimmhilfe. Achtung aber - den pH-Wert möglichst nicht über pH 10 ziehen. Bei getrockneter Ware schützt Soda auch einigermaßen gut vor Bakterienwachstum wenn der pH-Wert ca. 9,5 ist und die Schmutzweiche nicht zu lange gehalten wird. Bei getrockneter Ware lieber 2 Schmutzweichen und eine Hauptweiche ansetzen. Die Zeit für jede Schmutzweiche kann bis zu 6 Stunden gehen bei fettreicher oder heftig pergamentierter Haut durch Trocknung oder Antrocknung.Mit der Hauptweiche können dann einige Tage daraus werden. 2 Tage sind absolut nicht unüblich. Allerdings kann man chemisch und mechanisch ziemlich beschleunigen. Soda und Tensid auf der einen Seite und strecken oder vorentfleischen auf der anderen Seite.
Gruß
Nappalan
Sprichwort aus der Mongolei: Wenn du für jemanden eine Lampe anzündest, wird es auch deinen Weg erhellen!
Hartung #4
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Hallo Nappalan,

vielen Dank für die Hilfestellung auch wenn ich jetzt etwas verunsichert bin, weil du von Schmutzweiche sprichst. Meine Häute sind schon „sauber“, d.h. entfleischt, enhaart, entnarbt, mehrmals gewaschen und dann zur Konservierung luftgetrocknet.

Mir geht es also bei der Weiche nur um das komplette Rehydrieren der getrockneten Haut (Pergament) zum nachfolgenden gerben. Muss ich da wie bei der oben beschriebenen Schmutzweiche vorgehen?
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Stefan Banaszak (Administrator) #5
User title: Moderator
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Hi Hartung,
nein - du liegst schon richtig - habe ich überlesen - aber trotzdem bitte die 1. Flotte verwerfen nach den ersten paar Stunden weil du immer irgendwelche Bakterien nach Lagerzeit einer unbehandelten pergamentierten Haut mitbringst. Im Sommer könnte das zu Problemen führen. Im Winter wohl nicht.
Gruß
Stefan
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Dieter Ralle #6
Member since Apr 2009 · 4 posts
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Ein Kunde der Trommeln macht hat erzählt das Sie zum einweichen der Trommelfelle immer ein wenig Essigsäure verwenden. Dann geht die Wasseraufnahme schneller und die Säure schützt.
Dieter
Hartung #7
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Danke Nappalan, dann werde ich das mal versuchen.

Dieter, an dem Tipp mit der Essigsäure könnte auch was dran sein. Häute, die ich äschere, dann wasche und anschließend in ein Salz-Essigsäurebad (Pickel) lege, sind am nächsten Tag wunderbar weich. Weicher und geschmeidiger als frische Ware.
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